1200 760

Walter Lehmann, der gebürtig aus Hornberg stammt und heute in Gutach wohnt, hat seinen Traumberuf verwirklicht und ist heute das, was er schon immer werden wollte: Kraftfahrzeug-Mechanikermeister. Die beiden Autohäuser in Hornberg und Gutach führt heute zwar Sohn Florian, doch Walter Lehmann und seine Frau Barbara arbeiten wie eh und je im Hornberger Betrieb. Seit dem Schritt in seine Selbständigkeit kann Walter Lehmann auf die Mithilfe seiner Frau zählen. Und von wegen Babypause – Barbara Lehmann war in all den Jahren eine wichtige Stütze. Begonnen hat er seine Berufskarriere 1970 bei Opel Wallishauser in Triberg. Danach wechselte er für zwei Jahre in die Fiat-Werkstatt der Firma Kürner, ebenfalls in Triberg, und besuchte mit 21 Jahren schließlich die Meisterschule.

Zu erst einmal Wehrdienst

» Ich war erst ein paar Tage 22 Jahre alt, als ich den Meisterbrief erhielt«, berichtet Walter Lehmann. Doch er bekam nicht nur diesen, sondern damals, noch während der Meisterschule, auch den Stellungsbefehl für die Bundeswehr. Also absolvierte er im Anschluss erst einmal den damals noch 15-monatigen Wehrdienst. Danach führte ihn sein beruflicher Weg als Werkstattmeister zu Zipperer nach Wolfach, einer Ford-Werkstätte. »Die Automarken waren mir eigentlich immer egal «, sagt Walter Lehmann. Am 1. Januar 1982 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit. Damals in Hornberg in der ehemaligen Tschirra-Fabrik. Nur zwei Monate arbeitete er allein, dann stellte er den ersten Lehrling, Jürgen Schaumann, ein, der heute in höherer Position bei Audi arbeitet. Schließlich kam auch Alfons Schillinger hinzu.

» Viele «, beantwortet Walter Lehmann die Frage, nach den Lehrlingen, die er in all den Jahren ausbildete. An die genaue Zahl kann er sich gar nicht mehr erinnern. Aber dass es gerade jetzt, in Sachen Personalmangel, schon geholfen habe. Natürlich blieben und bleiben den Lehmanns nicht alle Lehrlinge erhalten, doch sie stehen zur Ausbildung im eigenen Haus. »Selbst wenn es Zeit und manchmal auch Nerven kostet«, schmunzelt der Kraftfahrzeug-Mechanikermeister.

Erweiterungen und Neubauten

Nach einer Erweiterung der Werkstatt 1985 in Hornberg kam noch eine vollausgestattete Lackiererei mit qualifizierten Mitarbeitern hinzu. 1992 zog die Firma in den Neubau in die Hofmattenstraße um. Der Betrieb liegt gegenüber dem Duravit Design Center. Das Autohaus Lehmann ist seit 2008 autorisierter Volkswagen-Partner. Jüngstes Projekt war im Jahr 2011 schließlich der Neubau in Gutach-Turm.

Schrauber noch gefragt

Der Wandel in der Autobranche sei enorm. Mit am schlimmsten empfindet Walter Lehmann aber die Veränderungen im Handel. Andereseits sei dieser wiederum auch transparenter geworden. Und ja, Schrauber seien nach wie vor gefragt. »Es steckt immer noch eine Mechanik hinter der Elektrik«, erläutert Walter Lehmann, warum das Handwerk trotz aller Software unverzichtbar ist. Wenngleich sich hier gerade bei der Fehlersuche unfassbar viel getan habe. Doch der Laptop mache eben auch nicht alles. Denn ist der Fehler gefunden, gehe es immer noch darum, wie man nun am besten für die Behebung vorgehe. »Da kommt dann die Erfahrung hinzu«, so der Meister. Und er wagt noch eine Prognose: »Ja, die E-Autos werden kommen, so sicher wie die E-Bikes.